Der Kreislauf der Schikane

Verfasserin Mihaela Perunovic

23.11.2023

Wie persönliche Traumata zu negativem Verhalten führen können

Jeder Mensch hatte in seinem Leben mit traumatischen Erfahrungen bereits zu kämpfen – sei es eine schwierige Beziehung, ein Verlust oder ein traumatisches Ereignis. Manchmal jedoch führen diese Erfahrungen dazu, dass Menschen in einen Teufelskreis geraten, bei dem sie ihre eigenen Ängste und Schmerzen auf andere projizieren. In diesem Artikel wollen wir uns mit dem Thema der Schikane auseinandersetzen und verstehen, wie persönliche Alpträume zu einem Verhalten führen können, das andere leiden lässt.

Oftmals liegt der Ursprung von Schikane in vergangenen Erlebnissen, die eine Person stark traumatisiert haben. Diese traumatischen Erfahrungen können unterdrückte Ängste, Schuldgefühle oder sogar Wut hervorrufen. Anstatt jedoch diese Empfindungen zu verarbeiten und sich von ihnen zu befreien, projizieren manche Menschen ihre Gefühle auf andere, indem sie sie schikanieren.

Der Kreislauf der Schikane beginnt, wenn eine Person sich aus ihrem eigenen Alptraum nicht befreien kann. Anstatt Hilfe zu suchen oder professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, wählen einige Menschen den Weg der Schikane, um ihre eigenen Ängste zu bewältigen. Durch das Schikanieren anderer versuchen sie, eine Art Machtgefühl zu erlangen und die Kontrolle über ihre eigenen Ängste zurückzugewinnen. Doch leider führt dieses Verhalten nur zu weiterem Leid – für die Opfer der Schikane und auch für die Täter selbst.

Diejenigen, die unter Schikane leiden müssen, erfahren oft negative physische und psychische Auswirkungen. Sie können unter Angstzuständen, Depressionen, geringem Selbstwertgefühl und sogar posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Die Täter hingegen bleiben in ihrem Kreislauf gefangen und schaffen es nicht, sich von ihrem eigenen Alptraum zu befreien.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Schikane kein gerechtfertigtes Verhalten ist und dass es nie eine Entschuldigung für das Leiden anderer gibt. Wenn jemand das Gefühl hat, in einem solchen Teufelskreis gefangen zu sein, ist es entscheidend, professionelle Hilfe zu suchen. Therapeuten und Berater können dabei helfen, die traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten und gesunde Bewältigungsstrategien zu entwickeln.